Nebenwirkungen

Medizinisches Cannabis und Medikamente auf Cannabisbasis zeichnen sich durch nur wenige und ungefährliche Nebenwirkungen aus. Die meisten Patienten erleben bei Cannabis keine Nebenwirkungen.

Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind Schwindel, Mundtrockenheit und Müdigkeit. In seltenen Fällen werden Stimmungsschwankungen und Euphorie beobachtet. Wenn Sie bereits andere Arzneimittel einnehmen, die Ihre Leberfunktion beeinträchtigen können, ist eine laufende Kontrolle Ihrer Leberwerte wichtig. In Wechselwirkung mit anderen Medikamenten kann als Nebenwirkung von Cannabis möglicherweise eine zusätzliche Auswirkung auf die Leber auftreten.

Die Langzeitfolgen des Einsatzes von medizinischem Cannabis und Medikamenten auf Cannabisbasis sind noch nicht vollständig abgeklärt. Bei 10-20 % der Patienten besteht das Risiko, bei regelmäßiger Anwendung eine psychologische Abhängigkeit von medizinischem Cannabis und Medikamenten auf Cannabisbasis zu entwickeln. Zum Vergleich werden Patienten, die mit Morphinpräparaten behandelt werden, in 20-50 % der Fälle abhängig. Bei regelmäßigem Alkoholkonsum liegt das Abhängigkeitsrisiko bei 15 %, bei Nikotin und Kokain bei 30-50 %.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie bei der Anwendung von medizinischem Cannabis oder Medikamenten auf Cannabisbasis Nebenwirkungen beobachten. Möglicherweise kann ein anderes Produkt oder eine Dosisänderung die bei Ihnen auftretenden Nebenwirkungen reduzieren.

Für Personen unter 20 Jahren sowie für schwangere oder stillende Frauen verordnen wir keine Behandlung mit THC-Cannabis. Wenn Sie zu einer dieser Gruppen zählen, können wir auf umfassende Erfahrungen mit anderen Therapiemöglichkeiten zurückgreifen.